Winterwanderung auf den Wank - im Schnee hoch hinaus
Auf geht’s - Vom Parkplatz an der Wankbahn bis zur Eckenhütte
Der beste Startpunkt für deine Winterwanderung auf den Wank ist der große Parkplatz an der Talstation der Wankbahn im Ortsteil Partenkirchen. Ausgestattet mit Wanderstöcken, Grödeln (leichte Steigeisen für mehr Trittsicherheit auf Eis und Schnee) und einigen Layern Kleidung geht es los. Passiere das kleine Drehkreuz hinter der großen Wanderkarte und folge dem eingeschneiten Pfad über Stock und Stein bis zum im Winterschlaf liegenden Kletterwald. Du kannst entweder geradeaus den steilen Hang hinauf laufen oder beim Erreichen der Straße dieser nach rechts folgen. Beide Wege treffen kurz hinter dem Klettergarten wieder aufeinander. Folge immer der Beschilderung in Richtung Eckenhütte/Tannenhütte.
Dieser erste, noch relativ gemütliche Teil der Winterwanderung führt dich in ca. 45 Minuten stetig bergauf bis zum ersten wirklich schönen Aussichtspunkt. Von der kleinen unbewirteten Eckenhütte hast du bereits einen fantastischen Blick über Garmisch-Partenkirchen und auf das gegenüberliegende Wettersteingebirge mit Alpspitze und Zugspitze. Spätestens jetzt wird der Schnee vermutlich tiefer und der Weg, je nach Intensität des Schneefalls in den letzten Tagen, schmaler. Bei Neuschnee können hier die Schneeschuhe ausgepackt werden!
Für alle, die nur auf der Suche nach einer kurzen Winterwanderung sind, empfiehlt sich von hier aus der kurze Abstieg und die Einkehr in die Tannenhütte. Diese ist in ca. zehn Gehminuten erreicht. Von dort aus lässt sich der Parkplatz der Wankbahn ebenfalls in circa einer Stunde erreichen und der Rundweg ist komplett.
Der Anstieg beginnt - Von der Eckenhütte auf den Wank-Gipfel
Für echtes Gipfelglück im Schnee, setzt du deine Wanderung auf dem nun etwas anspruchsvoller werdenden Weg fort. Die Mittelstation der Wankbahn fest im Blick, wendest du dich an der Eckenhütte nach links und steigst weiter auf. Du verlässt die Wiesen, die sich unter der dicken Schneeschicht verstecken und erreichst wenig später wieder die von Schnee behangene Baumgrenze aus Kiefern, Fichten und Tannen.
Der Weg wird mehr und mehr zu einem schmalen Pfad, der sich hier noch in großen Kehren bergauf schlängelt. Dabei lässt du den Abzweiger zur Mittelstation links liegen und kreuzt mehrmals die Laufseile der Wankbahn. Je höher du kommst, desto mehr verwandeln sich die großen Kehren in steiler werdende Serpentinen.
Schau unbedingt, dass du dich mittig auf dem bereits ausgetretenen Weg hälst, denn links und rechts davon kannst du schnell bis zum Oberschenkel im Schnee versinken. Wenn du zeitlich gut unterwegs bist, werden sich nach ungefähr einer Stunde die Bäume wieder deutlich lichten. Die letzten Höhenmeter geht es vorbei an von Büschen und Sträuchern bewachsenen Schneehügeln hinauf bis zum Gipfelplateau.
Rundweg oder doch lieber Liegestuhl in der Sonne?
Wenn du dich nach dem Aufstieg nicht gleich mit deiner wohlverdienten Brotzeit in eine der Holzliegen in die Sonne legen möchtest, dann empfiehlt sich eine kleine Rundwanderung entlang des verschneiten Gipfelplateaus. Dich erwartet ein 360-Grad-Panorama mit traumhaften Aussichten in Richtung Wettersteingebirge, Ammergauer Alpen und dem Alpenvorland. Wandere zunächst ein kleines Stückchen entlang des Bergrückens, ehe es einen kleinen Hang hinunter auf eine ausgedehnte und tief verschneite Ebene geht. Einen besseren Ort für eine Schneeballschlacht oder den ersten Schneemann des Jahres wirst du vermutlich nicht finden. Im Uhrzeigersinn führt der Weg einmal um das kleine Plateau herum und wieder den Hang hinauf.
Wieder am Ausgangspunkt angekommen, ist es spätestens jetzt Zeit für eine kleine Stärkung auf einer der vielen Sitz- und Liegemöglichkeiten. Je nachdem wann du den Wank-Gipfel erklimmst, kannst du deine Stärkung auch in den urigen Stuben der Sonnenalm oder des Wankhauses einnehmen.
Ausgeruht und gestärkt geht es nun noch einmal, in entgegengesetzter Richtung zum Rundweg, hinauf zum Gipfelkreuz. Das obligatorische Gipfelfoto darf natürlich nicht fehlen, bevor es auf dem Aufstiegsweg wieder bergab geht.
Denke daran, dass es bereits sehr früh dunkel wird und du mindestens zwei Stunden zurück zum Ausgangspunkt benötigst. Begleitet von den immer schwächer werdenden Sonnenstrahlen neigt sich deine Winterwanderung dem Ende entgegen. Wenn du bereits sehr früh gestartet bist, lohnt sich vielleicht noch ein Abstecher auf einen Kaffee und Kaiserschmarrn auf der Tannenhütte, bevor es zurück zum Parkplatz geht.
Manuel & Maren
Content Creator & Reiseblogger
Knapp drei Jahre durften wir die wunderschöne Bergwelt rund um Garmisch-Partenkirchen unsere Wahlheimat nennen und haben so ziemlich jede Wanderung unternommen, die die Region zu bieten hat. Immer mit dabei: unsere Kamera! Denn mindestens genauso sehr wie das Wandern selbst lieben wir es, unsere Erlebnisse in Bild und Text zu verewigen.
Mittlerweile haben wir unsere Wohnung am Fuße der Zugspitze gegen unseren selbst ausgebauten Camper getauscht, mit dem wir seit Ende 2022 durch Europa reisen. Auf unserem Blog Roadtrip the World sowie auf unserem Youtube und Instagram Kanal nehmen wir dich mit auf unsere Reisen entlang der schönsten Straßen dieser Welt und ganz sicher auch immer mal wieder in die Zugspitzregion.